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Urlaub mit Neurodermitis - Was machen Chlor, Meerwasser & Co. mit meiner Haut?

Der Sommer ist in vollem Gange, niemanden hält es mehr drinnen und zuhause. Dabei spielt für Neurodermitiker:innen im Urlaub besonders die Hautpflege und der richtige Umgang mit äußeren Reizen eine wichtige Rolle.
Die Vorstellung eines entspannten Sommertages am Meer oder am Pool ist verlockend, doch welchen Einfluss haben Chlor, Meerwasser und die Sonne auf die Haut?
Damit der Urlaub unbeschwert losgehen kann, folgen alle wichtigen Informationen auf einen Blick.

Chlor im Pool – Was braucht meine Haut?

Einen entspannten Urlaubstag im Pool verbringen – für Viele ein Muss im Sommer. Da das Poolwasser jedoch häufig mit Chlor desinfiziert wird, kann dies gerade für zu Neurodermitis neigende Haut besonders strapazierend sein. Chlor kann empfindliche Hautstellen und Schleimhäute reizen. Zudem fördert es die Austrocknung der Haut. Die Folgen können gerötete Augen, häufiges Niesen oder juckende Hautstellen sein. Diese Effekte können bei Neurodermitiker:innen noch ausgeprägter sein, da ihre Hautbarriere ohnehin gestört ist.

Achtung: Bei den genannten Symptomen besteht Verwechslungsgefahr mit einer Chlorallergie.

Die Symptome einer Chlorallergie sind vielfältig:
•    Die Haut kann austrocknen, jucken oder gerötet sein sowie Ausschlag, Pusteln oder sogar Quaddeln bilden.
•    Die Augen können brennen, rot und gereizt sein.
•    Die Atemwege können betroffen sein: damit geht eine laufende Nase, Niesen, ein brennendes Gefühl im Hals, ein Hustenreiz oder die Verschlechterung einer bestehenden Lungenerkrankung einher.

Besondere Vorsicht ist bei Babys geboten, deren Mütter unter Asthma oder Allergien leiden. Hier besteht ein erhöhtes Risiko für Asthma und Bronchitis beim Babyschwimmen. Vorher sollte ein Arzt oder eine Ärztin zur Abklärung aufgesucht werden.

Der beste Schutz vor chlorbedingten Hautreaktionen ist chlorhaltige Gewässer zu meiden.

Wenn es im Urlaub trotzdem ein Pool sein soll, ist es hilfreich, ein paar Dinge zu beachten:  

•    Bereits vor dem Urlaub darüber informieren, ob es Unterkünfte mit Naturpools oder mit alternativen Reinigungsmitteln gibt.
•    Eine Schwimmbrille für die Augen verwenden.
•    Vor und nach dem Bad im chlorhaltigen Pool unbedingt auf die richtige Hautpflege achten: Medizinische Hautpflege wie beispielsweise das LETI AT4 Dusch- und Badegel, die Intensivcreme oder das Anti-Juckreiz Hydrogel wurden speziell für zu Neurodermitis neigende und allergische Haut entwickelt und können Abhilfe schaffen.  

Fazit: Neurodermitiker:innen sollten auf die richtige Vor- und Nachsorge beim Poolbesuch achten oder Chlor meiden.

Neurodermitis im Meerwasser – besser als Chlor?

Auch bei dem Urlaub am Meer gilt es für Neurodermitiker:innen ein paar Dinge zu beachten. Die guten Neuigkeiten sind: Salzwasser wird grundsätzlich heilende Eigenschaften zugesprochen. Gerade bei Hautkrankheiten wie Neurodermitis ist in Verbindung mit Salzwasser oftmals eine Verbesserung zu beobachten. Deshalb können Neurodermitiker:innen durchaus von einem Urlaub am Meer profitieren, denn Salzwasser

•    enthält unter anderem Mineralstoffe wie Magnesium, Natrium, Kalium, Kalzium und Iod.
•    kann Entzündungen und Juckreiz lindern.
•    wirkt antibakteriell.

Da Meerwasser von Natur aus salzhaltig ist, weist es ebenfalls viele der eben genannten, positiven Eigenschaften von Salzwasser auf. Dennoch ist ein gewisses Maß an Vorsicht geboten, denn:

•    Salz kann bei offenen Wunden ein Gefühl des Brennens auslösen. Das ist nicht nur sehr unangenehm, sondern kann auch zu Verunreinigungen oder einer Verschlimmerung der Entzündung führen, da Meerwasser nicht steril ist.  
•    Besonders sehr warmes oder stark verunreinigtes Wasser ist ein willkommener Nährboden für Bakterien.

Fazit: Salzwasser ist also per se eine sehr gute Therapie für sehr trockene oder allergische Haut. Allerdings sollten Neurodermitiker:innen bei offenen und wunden Hautstellen potenziell verunreinigte Gewässer lieber meiden.

Urlaub in der prallen Sonne – wie schütze ich meine Haut?

Sonnenschutz ist das A und O im Urlaub. Deshalb ist eine geeignete Pflege mit ausreichendem Lichtschutzfaktor vor und nach dem Sonnenbad besonders wichtig.
Vorsicht: Die UV-Strahlung am Wasser ist durch die Reflektion intensiver.
Ein geeigneter Sonnenschutz sollte
•    wirksam vor UVA- und UVB Strahlung schützen,
•    beständig gegen Wasser und Sand und
•    medizinisch an Neurodermitiker:innen getestet worden sein.

UV-Strahlung bringt allerdings auch Positives mit sich:

•    Sie hat eine heilende Wirkung bei Hauterkrankungen: es gibt eine spezielle Phototherapie, die zur Behandlung von entzündlichen Hautkrankheiten, wie zum Beispiel Neurodermitis und Schuppenflechte eingesetzt wird.
•    Durch sonniges Klima können Entzündungen gelindert und der Juckreiz reduziert werden.

Fazit: Die richtige Dosierung ist essenziell, denn ein langes Sonnenbad hat mehr negative Auswirkungen auf die Haut als Nutzen. Hier gilt es, die richtige Balance zu finden und immer den passenden Schutz – am besten medizinische Hautpflegeprodukte – zu wählen.