„Man kann super damit umgehen, wenn man sich auf die Haut einlässt.“

Nane, 29, hat als Kind Neurodermitis bekommen und sehr unter den juckenden Schüben gelitten. Als bei ihrer Tochter Leonie, 5, dann als Baby auch Neurodermitis diagnostiziert wurde, saß der Schock tief. Doch mittlerweile kommt die Familie gut damit klar − so lange die richtigen Cremes zur Hand sind...

Drei Fragen an Nane

Wie zeigt sich die Neurodermitis bei Dir und wie bei Deiner Tochter?

Bei mir fing es ungefähr mit drei Jahren an: stark juckende Ausschläge in der Armbeuge, die ich mir richtig aufgekratzt habe. Meine Eltern haben dann, leider unseren Hund weggegeben, weil sie dachten, dass es an den Tierhaaren lag. Mein Teppich wurde rausgerissen und alle Kuscheltiere mussten weg. Aber so wirklich viel hat das nicht bewirkt. Meine Haut brauchte einfach Feuchtigkeit und musste viel eingecremt werden. Mit dem Älterwerden wurde es dann besser.
Leonie bekam die Neurodermitis schon vor ihrem ersten Geburtstag: Wir waren im Campingurlaub in Italien, als sie überall im Gesicht rote Flecken mit trockenem Rand bekam. Mit Olivenöl konnten wir’s einigermaßen beruhigen – etwas anderes hatten wir dort nicht zur Hand. Zu Hause hat der Kinderarzt dann Neurodermitis diagnostiziert und eine kortisonhaltige Salbe verschrieben. Die nehmen wir mittlerweile nur noch, wenn’s wirklich stark ausbricht, was glücklicherweise nicht mehr so oft passiert.

Mutter liest ihrer Tochter etwas vorMutter liest ihrer Tochter etwas vor

Was macht Ihr konkret, um schlimme Schübe zu vermeiden?

Hautpflege ist das A und O – spezielle fetthaltige Cremes gegen trockene Haut helfen am besten. Dadurch kommt es meist gar nicht zu schlimmen Schüben. Bei Leonie gebe ich im Winter auch ein spezielles Ölbad ins Badewasser. Im Sommer achten wir darauf, dass sie nicht zu lange planscht, wenn wir am See sind. Ich selbst benutze am liebsten Naturkosmetik ohne Parfümstoffe und kein Gesichtswasser o.Ä. Darauf reagiere ich sofort und kratze dann leider auch. Leonie zum Glück fast nie. Ihr Trick: die betroffenen Stellen anfeuchten. Unterwegs steckt sie auch mal die Hände in den Mund und reibt dann den Speichel auf die juckenden Stellen – das scheint ihr zu helfen.

Vermeidet Ihr bestimmte Dinge?

Ich versuche, so normal wie möglich zu leben. Manches muss man ausprobieren: Auf Faschingsschminke reagiert sie etwas, aber es geht, wenn wir viel cremen. Einmal wollte sie aber unbedingt eine Bodylotion mit Glitzer haben. Das ging gar nicht – die mussten wir sofort wieder abduschen. Etwas aufpassen müssen wir bei säurehaltigen Lebensmitteln wie Tomatensoße: Wenn wir Leonie dann nicht schnell den Mund abwischen, wird drumrum alles rot. Ansonsten schränken wir uns eigentlich nicht ein.

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