„Ein Mund-Nasen-Schutz hilft mir sehr gegen Heuschnupfen.“

Laura, 25, hatte als Baby starke Neurodermitis. Im Laufe der Jahre kamen Lebensmittelallergien, Heuschnupfen und Asthma dazu. Dass sie die Frühlings- und Sommerzeit nicht so unbeschwert genießen kann wie andere, nervt sie. Aber sie sagt: „Gezwungenermaßen muss ich mich damit arrangieren.“

Drei Fragen an Laura

Wie ist Deine „Allergie-Karriere“ bisher verlaufen?

Ich hatte schon als Neugeborene Neurodermitis im Gesicht, in den Arm- und Kniebeugen. Meine Mutter hat das damals hauptsächlich mit Fettcreme behandelt und Zitrusfrüchte bei meiner Ernährung weggelassen. Während es bei anderen Kindern Limonade zu trinken gab, hatten wir immer nur Wasser. Die Beschwerden sind zwar nach dem dritten Lebensjahr abgeklungen, aber meine Haut ist immer noch sehr trocken und sensibel geblieben: Wenn ich z.B. im Winter bei Kälte rausgehe, dann bekomme ich hinterher sehr starken Juckreiz an den Beinen. Den muss ich aushalten, denn wenn ich kratze, wird es noch schlimmer und ganz dick, rot und heiß. Während der Pubertät kamen dann viele verschiedene Pollen- und Lebensmittel-Allergien dazu: Ich bin gegen Bäume und Gräser, Früh- und Spätblüher allergisch und kann viele Obstsorten, wie Äpfel, Birnen, Pflaumen, Pfirsiche nicht essen. Ja, und schließlich habe ich seit etwa drei Jahren auch diese asthmatische Kurzatmigkeit – beim Sport merke ich das deutlich, mittlerweile aber auch immer häufiger im Alltag.

Laura im Park

Was tust Du gegen all Deine Beschwerden und wie sehr belasten sie Dich?

Der Heuschnupfen ist von Jahr zu Jahr und Tag zu Tag unterschiedlich: Manchmal spüre ich wenig, manchmal juckt das ganze Gesicht, ich bin schlapp und dauernd nur am Niesen und Naseputzen. Das schränkt mich dann in meiner Arbeit und Freizeit schon sehr ein. Ich kann nicht die Leistung bringen, wie sonst und mir graut, wenn ich nach draußen muss. Gegen die Pollenallergie habe ich anfangs Antiallergika ausprobiert, aber die haben nicht geholfen. Obwohl ich teilweise bis zu vier am Tag genommen habe – keine Wirkung. Dann habe ich über fünf Jahre eine Hyposensibilisierung gemacht. Da ich aber gegen so Vieles allergisch bin, konnte man nicht alle Allergene mit der Behandlung abdecken. Gegen mein Asthma habe ich immer ein Asthmaspray in der Tasche. Das brauche ich jetzt auch öfter im Alltag. Wenn ich es mal vergessen habe, wird mir schon ein bisschen anders. Deshalb checke ich an der Haustüre genauso wie Handy, Schlüssel und Geld immer auch mein Asthmaspray.

 

Hast Du für Deinen Alltag denn ein paar Tricks entdeckt, die Du uns als Geheimtipp weitergeben kannst?

Ja, in jüngster Zeit habe ich festgestellt, dass die Mund-Nasen-Schutz-Masken auch gut gegen Heuschnupfen helfen. Wenn ich im Park spazieren gehe und ich die ersten Allergieanzeichen bemerke, dann setze ich die Maske auf und es wird besser. Ansonsten hilft es oft, wenn ich mir das Gesicht zwischendurch wasche. Beim Obst probiere ich immer mal Tricks aus, z.B. den Apfel eine Minute in die Mikrowelle zu legen – das hat einmal funktioniert, ein anderes Mal nicht. An Erdbeeren habe ich mich immer wieder rangetastet und die vertrage ich mittlerweile besser. Ansonsten bin ich mit Lebensmitteln, auf die ich reagiere, vorsichtig, weil ich Angst habe, dass mir die Luftröhre anschwillt.

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