„Ich bleibe bei der Hautpflege, mit der ich mich wohlfühle.“

Irina, 29, hat verschiedene Kontaktallergien (Nickel, Parfüm) und schon als Kind immer mal wieder auf Lebensmittel reagiert. Mit elf Jahren kam eine Neurodermitis dazu und, als sie mit 21 von Russland nach Deutschland kam, auch noch eine Gräserpollen-Allergie.

Drei Fragen an Irina

Wie zeigen sich Deine Allergien und wie sehr belasten sie Dich?

Als Kind hatte ich oft am ganzen Körper Hautritzen, die gejuckt, gebrannt und geschmerzt haben. Mit dem Älterwerden hat es sich etwas gebessert, aber ich habe immer noch Ekzeme: an den Handoberflächen immer und gelegentlich im Gesicht. Manchmal schwillt auch das Augenlid an oder es entstehen Ekzeme in der Armbeuge. Aber so schlimme Schübe wie früher habe ich nicht mehr. Meine Haut ist sehr trocken und irgendwo juckt es immer. Mein Mann sagt: „Du kannst nie ruhig sitzen.“ Aber das gehört halt zu mir – mittlerweile nehme ich das locker. Etwas mehr belastet mich, wenn man die Ekzeme auf den Händen und im Gesicht sehr sieht – da schäme ich mich schon manchmal rauszugehen.

Mein Heuschnupfen hat sich langsam entwickelt und ist mittlerweile unerträglich: Die Augen jucken, tränen, sind rot und ich sehe nichts mehr, die Nase läuft und im Rachen juckt es extrem. Frei verkäufliche Antiallergika helfen nichts mehr, mein Arzt verschreibt mir stärkere.

Irina mit Atopicons

Wie meisterst Du den Alltag mit Deinen Allergien?

Ich creme mich zweimal täglich ein, im Winter öfter. Die adäquate Körperpflege für sich zu finden, ist das Wichtigste – Produkte, die nicht nur helfen, sondern mit denen man sich auch wohlfühlt. Das ist nicht bei allen gleich. Deshalb benutze ich seit Jahren dieselben: Naturkosmetik und medizinische Pflege. Bei Putz- und Waschmitteln achte ich auf den pH-Wert oder darauf, dass sie hypoallergen sind, und ich putze nur mit Gummihandschuhen – fast schon ein bisschen paranoid (lacht). Wichtig finde ich, mich selbst so zu akzeptieren, wie ich bin: Ich bin nun mal mit dieser Veranlagung auf die Welt gekommen. Mein Mann motiviert mich immer wieder, mich von den Allergien nicht unterkriegen zu lassen und z. B. trotzdem auf dem Land eine Radtour zu machen – mit Medikamenten und Sonnenbrille geht das einigermaßen!

 

Seit knapp eineinhalb Jahren machst Du eine Hyposensibilisierung …

Ja, mein HNO-Arzt hat sie mir empfohlen – auch, um allergischem Asthma vorzubeugen, weil ich im Sommer davor oft husten musste. Ich bekomme dafür drei Jahre lang jeden Monat eine Spritze. Letzten Sommer hatte ich das Gefühl, die Symptome haben später eingesetzt, ich musste auch nicht husten, aber meine Medikamente habe ich noch eingenommen.

Ich merke, dass ich nicht mehr so auf die Spritzen reagiere. Anfangs ist mein Arm nach der Spritze leicht angeschwollen und hat auch etwas gejuckt. Das hat sich mit der Zeit aber gegeben. Das kann ein Zeichen dafür sein, dass mein Körper sich an die Stoffe gewöhnt und die Hypo anschlägt. Gegen den Juckreiz im Arm hilft mir übrigens das LETIAT4 Anti-Juckreiz Hydrogel am besten, das kühlt angenehmer als ein Kühlpack!

 

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