Rosazea und gerötete Haut

Rosazea und gerötete Haut

In Deutschland leidet etwa jeder Achte an Rosazea. Dass sich hinter massiv geröteter Haut diese chronische Hauterkrankung oder ihre Vorstufe Couperose verbirgt, unterschätzen viele und holen sich zu selten professionelle Beratung bei einem Hautarzt. Genau das sollte aber frühzeitig geschehen. Der ärztliche Rat kann verhindern, dass sich die Symptome der Rosazea verschlimmern und zum dauerhaften Begleiter werden.

Wie entsteht Rosazea?

Die Ursachen: Wie entsteht Rosazea?

Der Grundstein von Rosazea, in der Frühform auch als Couperose bekannt, ist eine erbliche Veranlagung. Wenn bereits Eltern oder Großeltern die Hauterkrankung hatten, ist das Risiko, selbst eine Rosazea zu entwickeln, erhöht. Konkret verantwortlich für die Rötungen, sichtbaren Äderchen oder auch Papeln und Pusteln sind Veränderungen im Hautgewebe: Die Blutgefäße erweitern sich und das Bindegewebe um sie herum wird schwächer. Diese Entwicklung kann sich durch verschiedene innere Faktoren (Stress) und äußere Faktoren (Sonnenlicht, Alkohol) verschlimmern. Vor allem Menschen des sogenannten Hauttyps I mit sehr heller Haut, rötlichem oder hellblondem Haar, blauen, grünen oder hellgrauen Augen, Sommersprossen sowie Neigung zu Sonnenbrand haben ein erhöhtes Risiko. 

Wussten Sie, dass ...
... Rosazea nicht nur Frauen betrifft? Auch Männer können darunter leiden: seltener, dafür aber oft mit stärkeren und anderen Symptomen. Besonders auffällig ist eine knollenartige Verdickung auf der Nase.

Faktoren, die Rosazea-Symptome auslösen und verstärken

  • innere Faktoren: starke Emotionen, Hitzewallungen, körperliche Anstrengung
  • äußere Faktoren: Temperaturschwankungen, Wind, Kälte, Luftverschmutzung, UV-Strahlung, scharfes Essen, Alkohol, Kaffee, Medikamente, Kosmetika

Die Auswirkung von Rosazea auf das Hautgewebe

  • Botenstoffe lösen Entzündungsreaktionen im Bereich der Blutgefäße aus.
  • Die Blutgefäße erweitern sich.
  • Weitere Blutgefäße werden gebildet.
  • Die Innenwände der Blutgefäße verlieren an Stabilität.
  • Das Bindegewebe um die Blutgefäße herum baut sich ab und wird schwächer.
     

Wenn sich viele kleine, nebeneinander liegende Blutgefäße weiten, entsteht eine flächige Hautrötung. Diese Flecken verblassen erst, wenn sich die Blutgefäße wieder zusammenziehen. 

 

Woran erkenne ich Rosazea?

Symptome: Woran erkenne ich Rosazea?

Die Vorboten von Rosazea sind leichte Rötungen an den Wangen, manchmal auch auf den Nasenflügeln, dem Kinn und der Stirn. Meist zeigen sich die roten Flecken auffallend symmetrisch auf beiden Gesichtshälften. Zusätzlich können auch Rötungen an Hals und Dekolleté sichtbar werden. Manche Betroffene spüren zusätzlich ein Kribbeln, Juckreiz, Spannungs- und Hitzegefühle. Häufig treten die Symptome zunächst in Schüben auf und klingen wieder ab. Unbehandelt können die Rötungen jedoch chronisch werden (Erythrose) und es können sich zusätzlich sogenannte Teleangiektasien entwickeln: sichtbare, erweiterte Äderchen im Gesicht (Rosazea Subtyp I).

In einer noch stärkeren Form (Rosazea Subtyp II) bilden sich auf den Wangen Entzündungen, Papeln (entzündliche Knötchen) und Pusteln (Eiterbläschen). 

Wussten Sie, dass ...
... Rosazea nicht ansteckend ist? Berührungen von anderen Menschen sind vollkommen unbedenklich. 

Foto Nahaufnahme Frau mit Rosazea an den Wangen im frühem Stadium

Vorübergehende bis dauerhafte
Rötungen (Couperose)

Foto Nahaufnahme Frau mit Couperose an den Wangen

Dauerhafte Rötungen und
sichtbare Äderchen
(Rosazea Subtyp I)

Foto Nahaufnahme Frau mit starker Rosazea an den Wangen

Entzündungen, Papeln und
Pusteln (Rosazea Subtyp II)

Wie lässt sich Rosazea behandeln?

Nicht heil-, aber linderbar: Wie lässt sich Rosazea behandeln?

Rosazea ist eine chronische Erkrankung und nicht vollständig heilbar. Aber: Die Kombination aus Medikamenten, medizinischer Hautpflege und einem angepassten Lebensstil kann die Symptome deutlich lindern, Schübe reduzieren oder die Beschwerden für lange Zeit ganz verschwinden lassen. Rosazea-Patienten sollten regelmäßig zum Hautarzt gehen. Für den Erfolg der Behandlung ist es sehr wichtig, dass die Betroffenen Medikamente und Hautpflege konsequent anwenden. Insbesondere soll eine passende Hautpflege auch dann noch angewendet werden, wenn sich das Hautbild bereits verbessert hat. 

Um Rosazea medikamentös direkt auf der Haut zu behandeln, gibt es spezielle Arzneimittel in Form von Cremes, Gels oder Lotionen. Sie wirken gegen die Rötungen und/oder entzündungshemmend gegen Papeln und Pusteln. Bei schwereren Fällen können auch Tabletten zum Einsatz kommen. Auch Antibiotika können notwendig werden, wenn die Entzündungen sehr stark sind. Bei einer ausgeprägten Rosazea kombiniert der Hautarzt oft Medikamente zum Einnehmen und solche zum Auftragen. 

Wie kann ich Rosazeabeschwerden im Alltag mindern?

Hautpflegeratgeber: Wie kann ich Rosazeabeschwerden im Alltag mindern? 

  • Besonders wichtig: bei ersten Anzeichen Rat beim Hautarzt suchen.
  • Medizinische Hautpflegeprodukte verwenden, die speziell auf Rosazea und gerötete Haut zugeschnitten sind. Ihre Inhaltsstoffe stabilisieren die Blutgefäße, stärken das Bindegewebe und lindern so die Rötungen. Zusätzlich mildern sie Reizungen und das Gefühl von Trockenheit, Brennen und Stechen. 
  • Keine reichhaltigen, rückfettenden Cremes benutzen. Besser: Cremes mit höherem Wasser- als Ölanteil, um einen Hitzestau auf der Haut zu vermeiden. 
  • Das Gesicht mit milden, seifenfreien Produkten reinigen, um die Haut nicht unnötig zu reizen.
  • Handelsübliche Seife meiden, sie erhöht den pH-Wert der Haut. 
  • Gesicht mit lauwarmem Wasser waschen – zu kaltes oder zu heißes Wasser reizt zusätzlich. 
  • Zum Abtrocknen reicht sanftes Abtupfen der Haut, nicht rubbeln! Weiche Handtücher oder Kosmetiktücher verwenden. 
  • Sonnenlicht gilt als einer der Hauptauslöser für Rosazea. Deshalb: auf lange Sonnenbäder verzichten und immer Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 20 verwenden, auch an sonnigen Wintertagen.
  • Vorsicht bei scharf gewürzten Speisen. Sie weiten die Blutgefäße.
  • Auf Wechselbäder oder Saunagänge verzichten. Sie lösen oft sogenannte Flushes aus, also plötzlich auftretende, sehr starke Hautrötungen. 
  • Bei Pflege-, Sonnenschutz- und Kosmetikprodukten darauf achten, dass sie keine Inhaltsstoffe enthalten, die die Haut zusätzlich reizen könnten (z.B. Menthol oder Kampfer, beides weitet die Blutgefäße). Vom Hautarzt oder in der Apotheke beraten lassen.
  • Dekorative Kosmetik (Abdeckung) hat einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität von Patienten.

Die Produktlinie LETISR

wurde speziell für Rosazea und gerötete Haut entwickelt. Ihre Inhaltsstoffe helfen gezielt, sowohl Reizungen als auch Entzündungen zu reduzieren, stabilisieren die Blutgefäße und stärken das Bindegewebe.