Hyposensibilisierung im Herbst und Winter

Hyposensibilisierung im Herbst

Hyposensibilisierung im Herbst und Winter: Jetzt starten!

Ein Viertel der Deutschen leidet an Heuschnupfen. Wenn im Frühling Pollen fliegen, haben die Betroffenen mit den charakteristischen Symptomen wie juckenden, tränenden Augen, einer verstopften Nase und Niesen zu kämpfen. Wer langfristig etwas dagegen tun möchte, sollte eine Hyposensibilisierung (auch Spezifische Immuntherapie genannt) in Betracht ziehen. Der ideale Startpunkt hierfür: Herbst und Winter.

In der kalten Jahreszeit gibt es wenig Pollen. Wer unter einer Pollenallergie leidet, kann im Herbst und Winter daher durchatmen. Sobald im Frühling die Temperaturen steigen, nimmt die Menge an Pollenallergenen in der Luft dramatisch zu – erst blühen die Bäume und später die Gräser. Damit sich der Körper von Pollenallergikern an diese „gewöhnen“ kann und bei Pollenflug nicht „überreagiert“, sollten Betroffene die pollenfreie Zeit nutzen, um die Hyposensibilisierung in Angriff zu nehmen.

 

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Hyposensibilisierung im Herbst und Winter: Diese Möglichkeiten gibt es

Bei der in Fachkreisen als präsaisonale Kurzzeit-Immuntherapie bekannten Form der Hyposensibilisierung werden den Patienten regelmäßig (meist einmal die Woche) kleine Mengen des Allergens verabreicht. Ziel ist es, innerhalb weniger Wochen die individuell tolerierbare Maximaldosis des Auslösers zu erreichen. Bei saisonal bedingten Allergien (etwa Birke, Hasel, Gräser, und Roggen) ist diese Form der Hyposensibilisierung eine gute Therapieoption.

Langzeittherapie: Allergien konsequent in den Griff bekommen

Wer die Ursachen seiner Pollen- und übrigens auch Milbenallergie über die Therapie hinaus langfristig bekämpfen möchte, muss allerdings durchhalten und sich einer Langzeittherapie über drei bis fünf Jahre unterziehen. Da moderne Therapeutika für die Injektion weniger und schwächer ausgeprägte Reaktionen an der Einstichstelle zeigen, kann schon am ersten Tag die Maximaldosis gegeben werden und ein langwieriger, aufdosierender Therapieeinstieg wird dadurch vermieden. Danach bekommt der Patient – anders als bei der Gabe von Tabletten oder Tropfen, die täglich unter der Zunge aufgelöst werden müssen – nur einmal im Monat eine Injektion.

Eine Hyposensibilisierung wird in Deutschland für Kinder ab dem fünften Lebensjahr empfohlen. Nähere Auskünfte erhalten Sie bei Ihrem Facharzt/Ihrer Fachärztin (HNO-, Haut- oder Kinderarzt/-ärztin sowie Allergologe/-in).

Sie möchten mehr über die Hyposensibilisierung wissen? In unserem Ratgeber Allergie & Haut haben wir das Wichtigste zusammengefasst und beantworten die häufig gestellten Fragen.