Hyposensibilisierung gegen Pollenallergien

Hyposensibilisierung gegen Pollenallergien (Foto: © Ingo Bartussek/stock.adobe.com)
Foto: © Ingo Bartussek/stock.adobe.com

Früh starten, langfristig profitieren: Hyposensibilisierung gegen Pollenallergien

Der Winter ist noch nicht vorbei, da werden Allergiker schon von Dauerschnupfen und tränenden Augen geplagt – denn der Pollenflug beginnt früher im Jahr und dauert länger. Medikamente gegen die Symptome Schnupfen und gereizte Augen helfen nur kurzfristig. Die einzige Behandlung, die den Heuschnupfen langfristig verbessern kann, ist die Hyposensibilisierung. Je früher Sie damit starten, umso schneller bekommen Sie Ihre Beschwerden in den Griff und können wieder durchatmen.

Bis vor ein paar Jahren wurde mit der Hyposensibilisierung gegen Baumpollen und Gräser traditionell im Herbst begonnen, weil dann der Körper durch die fliegenden Pollen nicht zusätzlich belastet wird. Inzwischen gibt es aber moderne Präparate, die so sicher und gut verträglich sind, dass Pollenallergiker jederzeit mit der Therapie starten können, unabhängig von Jahreszeit und Pollenflug. Ein Beginn im zeitigen Frühjahr gibt dem Immunsystem bis zum Pollenflug der kommenden Saison länger Zeit, sich an das Allergen zu gewöhnen, die Symptome können dann schon im zweiten Jahr der Therapie deutlich milder ausfallen.

Was ist eine Hyposensibilisierung und wie läuft sie ab?

Die Hyposensibilisierung wird umgangssprachlich auch als „Allergie-Impfung“ bezeichnet: Die wiederholte Injektion des Allergens soll über einen langen Zeitraum dazu führen, dass das Immunsystem des Patienten allmählich immer toleranter gegenüber den eigentlich harmlosen Pollen wird und damit die lästigen Allergiesymptome nachlassen.

Der Aufwand einer mindestens drei Jahre dauernden Hyposensibilisierung gegen Pollen lohnt sich: die Beschwerden während des Pollenflugs werden weniger und damit geht auch der Bedarf an Medikamenten gegen Schnupfen und gereizte Augen zurück. Auch das erhöhte Risiko eines Pollenallergikers, ein allergisches Asthma zu entwickeln, kann gesenkt werden.

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt und Allergologen zu Ihrer individuellen Situation und der Möglichkeit einer Hyposensibilisierung beraten. Auch und gerade in der Corona-Pandemie sollten Sie Ihre Pollenallergie ernst nehmen und frühzeitig behandeln lassen. Sollte es aktuell Einschränkungen für Arztbesuche geben, gibt Ihnen Ihre Praxis hierzu telefonisch Auskunft.

 

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