Ratgeber rote Nase | Lippenbläschen | Leckekzem
Gratisprobe zu jeder Bestellung

Ratgeber Allgemein

Woran erkenne ich geschädigte Haut um Nase und Mund?

Die Haut der Lippen unterscheidet sich von der am Rest des Körpers. Sie ist dünner und aufgrund der fehlenden Talg- und Schweißdrüsen, kann sie schnell austrocknen. Auch um den Mund herum ist die Haut empfindlich. Die Vielzahl an größeren Poren ermöglicht ein erhöhtes Eindringen von Reizstoffen. Die besondere Belastung, der dieser Bereich zusätzlich ausgesetzt ist, zeigt in der Folge unterschiedliche Symptome:

Die Haut um Nase und Mund ist gerötet oder gereizt. Sie kann schuppig werden und brennen.

Die Lippen sind trocken und rissig oder neigen zu Lippenbläschen.

Um den Mund herum ist die Haut angegriffen und es entstehen Ekzeme. Die Haut ist nun besonders reizempfindlich, kann ziehen und brennen.

Was sind die Ursachen für geschädigte Haut um Nase und Mund?

Eine der häufigsten Ursachen für Hautirritationen sind Erkältungen und allergische Reaktionen bzw. das damit verbundene Naseputzen. Speziell bei Kindern sind oftmals noch viele andere Faktoren die Ursache für Hautreizungen.

Hautirritationen durch häufiges Naseputzen.

Bei einer Erkältung tritt regelmäßig eine typische Hautirritation im Nasenbereich auf. Aufgrund des häufigen Kontaktes mit rauen Taschentuch-Fasern und der Reibung beim Naseputzen in Verbindung mit der Feuchtigkeit, wird die Haut in dieser Region schnell wund. Gleichzeitig trocknen vielfach nicht nur die Nasenschleimhaut, sondern auch die Lippen aus, was wiederum zu Rissen führen kann. In allen Fällen ist die Haut ihrer vollumfänglichen Schutzfunktion beraubt.

Hautirritationen durch übermäßigen Speichelfluss.

Speichel ist eine Körperflüssigkeit, die wichtige Funktionen bei der Nahrungsaufnahme, für den Schutz der Zähne und bei Verdauungsprozessen übernimmt – sofern er innerhalb der Mundhöhle bzw. des Körpers agiert. Dauerhafter Kontakt von Speichel mit der Haut im äußerlichen Mundbereich kann negative Auswirkungen haben. Eine von andauernder Speichelwirkung betroffene Haut verliert ihre Funktion als Schutzbarriere; sie reagiert empfindlich auf die Einwirkung weiterer irritativer Faktoren wie Nahrung sowie Schmutzpartikel aus Luft und Umwelt, wodurch sich der Hautzustand verschlimmert. Infolge dessen kann es zu einer erhöhten Empfindlichkeit, Hautirritationen, Rötung und Entzündung kommen.

Das Problem des vermehrten Speichelflusses tritt häufig bei Kindern bis zum 4. Lebensjahr (z.B. beim Zahnen) und bei alten Menschen auf, aber auch aufgrund diverser Erkrankungen oder neurologischer Störungen (z.B. kann es durch eine fehlende Kontrolle des Speichelflusses zum Austritt von Speichel aus dem Mund kommen).

Stichwort Leck- und Schnullerekzem

Manche Kinder haben die Angewohnheit, regelmäßig bewusst oder unbewusst mit der Zunge über Lippen und angrenzende Hautregionen zu fahren. Der an der Luft verdunstende Speichel führt zu einer Austrocknung der Haut; durch Speichelenzyme und ggf. Nahrungsbestandteile wird der Irritationseffekt noch gesteigert. Es kann zur Ekzembildung kommen. Dieses Ekzem ist relativ genau auf die von der Zunge erreichbaren Hautregionen beschränkt.

Überraschend verbreitet ist auch das Schnullerekzem. Hierbei bildet sich unter dem Rand des Schnullers ein dünner Speichelfilm, der zu Rötungen, Irritationen und schließlich zur Ekzembildung führt. Sowohl beim Leck- als auch beim Schnullerekzem empfiehlt sich zum Schutz bzw. zur Pflege der Haut eine zinkhaltige Salbe aufzutragen. In sehr hartnäckigen Fällen von permanentem Leckreflex kann sogar eine Verhaltenstherapie ratsam sein.

×